08.08.1012:51Alter:2 Jahre

Bericht HF-Almwanderung

Kategorie: Archiv

Almwandertag der Salzburger Holsteinzüchter

Der diesjährige Almwandertag der Holsteinzüchter führte uns auf die Loferer Alm im Pinzgau.
Bei angenehmen Witterungsbedingungen wurden gut 40 Interessierte von der Familie Schmuck, Müller auf ihrem Almbetrieb herzlich empfangen.

Die Familie Schmuck bewirtschaftet einen Holsteinzuchtbetrieb in St. Martin bei Lofer. Er zählt zu einen der ersten Biobetriebe in dieser Region. Am Heumilchbetrieb werden zwischen 45 und 50 Rinder, davon 18 Milchkühe gehalten. Die Leistung der rahmigen Milchkühe bei eher strenger Alpung beträgt gut 8.000kg.
Der Familienbetrieb bietet neben der Milchproduktio mit Zuchtviehverkauf auch Urlaub am Bauernhof an und ist im Besitz einer Wandersäge.

Die Gemeinschaftsalm der Loferer Alm wird von 17 Bauern (16 Milchbauern und ein Mutterkuhbetrieb) bewirtschaft und hat ein Gesamtausmaß von 430 ha. Auf den 297 ha Weidefläche werden von Mitte Juni bis Mitte September ca. 400 Stück Rinder gehalten. Auf Grund der sehr intensiven Beweidung wird versucht, das Weidegebiet laufend zu verbessern (Kultivierung).

Auf der neu mit Altholz errichteten Almhütte des Müllerbauern werden die Tiere den Sommer über von den Altbauersleuten versorgt. Im Winter wird die Hütte touristisch genutzt und bietet viel Wohnkomfort für die Urlauber.

Bei der Wanderung auf das Grubhörndl  gab es zahlreiche Information und eine nette Unterhaltung. Die Loferer Alm war bereits 1809 bei den Franzosenkriegen (Andreas Hofer) heiß umkämpft. Nur durch den Verrat gelang es den Franzosen über einen Jägersteig die Sperren zur durchbrechen.  

Das Hochplateau mit den steil abfallenden Felswänden gegen Süden ist im Winter ein nettes Familienschigebiet.
Im Sommer bieten sich zahlreiche Wandermöglichkeiten mit einer herrlichen Aussicht an. Vom Grubhörndl aus hat man einen Panoramablick angefangen vom Wilden Kaiser über das Kitzbühler Horn bis hinaus zur Festung Hohen Salzburg. Die angrenzenden Waldgebiete sind in bayrischen Besitz. Die Salzburger Erzbischöfe übergaben diese Waldflächen (ca. 18.000 ha) an die Bayern. Dafür durften diese den Salzabbau unter Tage in Hallein auf bayrischem Gebiet durchführen.

Zum Mittagessen waren wir beim Gasthof Soder Kaser vorbestellt. Beim gemütlichen Mittagessen gab es natürlich jede Menge Unterhaltung.

 

Im Namen der Salzburger Holsteinzüchter möchten wir uns nochmals beim Müllerbauer für den netten Tag bedanken.



Fam. Schmuck, Müller

Besichtigung der Milchkuhherde


Auch Christian genießt die Aussicht


HF FA-Obmann Josef Erbschwendtner

Blick Richtung Lofer und Saalfelden


Blick auf den Wilden Kaiser



Die Kühe genießen die Mittagsrast